Diana

Kaiser Traian ist bekannt für seine beständigen und lobenswerten Bauleistungen.Als Teil der Kriegsvorbereitungen gegen die Daker ließ Traian einen Pfad entlang der Donau durch die Gesteine meißeln und eine Brücke erbauen. Um die ungestörte Fahrt auf der Donau zu ermöglichen, ließ er im Jahr 101. n. Chr. den Sipski Kanal ausheben. Damit Traian die Ein- und Ausfahrt der Schiffe, wie auch deren Fahrt durch die Đerdap-Schlucht besser kontrollieren konnte, erbaute er auf einem hohen Felsen über der Donau die Festung Diana.

Die Festung wurde an der Stelle einer alten Festung aus Erde und Holz errichtet, als Anfang des 1. Jahrhunderts die ersten militärischen Formationen in diesem Gebiet eintrafen.
Hier wurde ein sehr aktives Wirtschafts- und Handelsleben geführt. Zahlreiche Marmor- und Bronzestatuen sowie Haushaltsgegenstände für den täglichen Gebrauch wurden mit Schiffen transportiert, die am Hafen an der Festung anlegten. Um diesen Teil des Ufers zu schützen, wurde der ursprüngliche Bau im späten 3. und frühen 4. Jahrhundert um Stadtmauern ergänzt, die von den nordwestlichen und nordöstlichen Ecken zur Donau hinabsteigen, die der Festung ihre endgültige Form gab.
Die Festung Diana spielte eine wichtige Rolle bei der Verteidigung des Römischen Reiches und der Kontrolle der Schifffahrt auf der Donau bis zur Mitte des 5. Jahrhunderts, als die Festung von den Hunnen zerstört wurde. Der römische Imperator Justinian baute die Festung um das Jahr 530. n. Chr. erneut auf, leider dauerte ihr „zweites Leben” aber nicht lange. Die Festung wurde gegen Ende des 6. und Anfang des 7. Jahrhunderts während der Angriffe der Avaren und Slawen endgültig zerstört.
Zu den Überresten gehören Teile von Gebäuden mit Apsis, Militärbaracken und anderen militärischen Einrichtungen innerhalb der Festungsmauern. Im zentralen Teil der Festung befinden sich die Überreste des Principiums mit einer Vorhalle und außerhalb der Schutzwälle die Überreste eines Tempels, Martyriums und Teile einer Begräbnisstätte.
Neben einem Besuch der Festung Diana lohnt sich auch eine Besichtigung der Ruinen der antiken Stadt Zijana, die sich westlich von der Festung, in Richtung der Donau befindet.

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