Đavolja Varoš – Die Teufesstadt

Im Süden von Serbien “formte” die Natur mitten in dem Gebirge Radan 202 Erdfiguren, die mit steinernen Kappen bedeckt, bis zu 15 Meter hoch und  3 Meter breit sind. Bei dem ersten Anblick hält man vor Bewunderung kurz inne.

Die Bevölkerung erzählte zahlreiche Legenden über diese Figuren, machte sich Gedanken über deren Entstehungsgeschichte und benannte sie schließlich nach dem, wovor sie am allermeisten Angst hatte. Eine der Legenden besagt, dass die versteinerten Teufel von Leuten auf dem Rücken getragen und fromm geduldet wurden. Befreien konnten sie sich davon erst, wenn sie an der naheliegenden Kirche Heilige Petka übernachteten. Eine andere Legende besagt, dass es versteinerte Hochzeitsgäste und eine Familie seien, die vom Teufel dazu verführt wurden, einen Bruder mit seiner Schwester zu verheiraten.
Die Wissenschaftler stellten schließlich fest, das Đavolja Varoš in Folge einer durch Regen verursachten Erosion entstand. Die einzelnen Tonschichten wurden allmählich abgetragen, wobei die Teile der Erde unter den Steinkappen unberührt blieben. Wenn man nun noch die Einwirkung des Windes, der Sonne und der Temperaturschwankungen berücksichtigt, hat man eine plausible Erklärung für die Erdfiguren mit ihren komischen Formen, so wie wir sie heutzutage sehen.
Wenn Sie nach Đavolja Varoš  fahren, so besuchen Sie unbedingt auch zwei ungewöhnliche Quellen. Đavolja Voda (Des Teufels Wasser)  entspringt in der Nähe der Kleinstadt. Das kalte und extrem saure Wasser ist reich an Aluminium, EIsen, Kupfer und Schwefel. Lediglich ein paar 100 Meter entfernt liegt Crveno Vrelo (Die Rote Quelle), die nach seiner roten Farbe benannt wurde, welche wiederum durch den hohen Eisenanteil verursacht wird.
Wir empfehlen Ihnen abschließend einen Besuch der Bergwerke aus dem 13. Jahrhundert. Damals brachte der serbische Herrscher Uroš Sachsen in die Gegend, damit diese Eisen, Gold, Silber und Aluminium ausgraben. Die Eingänge sind sehr eng, und nur ein einziger Stollen, dessen Eingang erweitert wurde, wurde teilweise erforscht. Man geht davon aus, dass er etwa 800 Meter lang ist.

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