Michelin in Serbien

Ein kleiner Kompass für große Genüsse

Es ist nicht so, dass es uns je an guten Gerichten gefehlt hätte, aber es tut gut, wenn jemand mit weltweitem Renommee kommt und sagt: „Ja, hier lohnt es sich, Platz zu nehmen.“ In der Ausgabe des MICHELIN Guide Belgrade 2026 finden sich insgesamt 25 empfohlene Restaurants – zwei Adressen mit einem Stern, drei mit der Bib Gourmand-Auszeichnung und weitere zwanzig, die als „Selected“ geführt werden, also wegen ihrer Qualität und Beständigkeit empfohlen sind. Und wenn Michelin sagt, dass die Szene gewachsen ist und fünf neue Restaurants hinzugekommen sind, klingt das, als hätte die Stadt eine weitere Terrasse bekommen – diesmal eine Terrasse der Aromen. Für Reisende ist das eine großartige Nachricht: Statt ziellos „von Ecke zu Ecke“ zu streifen, erhalten Sie eine Karte, auf der die Geschmäcker bereits verzeichnet sind. Sie wählen nur noch den Rhythmus – ein Galadinner, ein abendliches Bistro-Gespräch oder ein Mittagessen, das Sie überzeugt, den Aufenthalt um mindestens einen Tag zu verlängern.

Zwei Sterne, die man auch ohne Teleskop sieht

Wenn ein Michelin-Stern eine Art stille Medaille ist, dann sind Langouste und Fleur de Sel genau jene Medaillen, die man nicht am Revers trägt, sondern im Gedächtnis bewahrt. Langouste liegt in Belgrad, am Rand des historischen Zentrums, mit einem Blick, der Fluss und moderne Stadtsilhouette verbindet. Die Küche ist präzise und zeitgemäß, stützt sich jedoch auf lokale Produkte und Tradition – mit französisch-italienischer Disziplin im Schritt und „belgrader“ Charme im Lächeln. Michelin führt das Restaurant als One Star: High quality cooking – mehr muss man eigentlich nicht sagen, auch wenn Sie es danach sicherlich noch einmal erleben möchten, nur um sicherzugehen.

Und dann, wie ein schöner Ausflug, der zur Geschichte für Freunde wird, folgt Fleur de Sel im Ort Novi Slankamen, eingebettet in eine Weinlandschaft und eine beruhigende Umgebung. Auch hier steht dasselbe klare Urteil: One Star: High quality cooking. Das Ambiente, die Weinberge, die Donau in der Ferne und eine Küche, die Spitzentechniken mit heimischen Zutaten verbindet – all das beweist, dass große Gastronomie nicht nur in Metropolen entsteht, sondern auch dort, wo die Natur Zeit hat, Geschmack zu erklären.

Für alle, die klug essen möchten (ohne dabei wie jemand zu wirken, der eine Excel-Tabelle des Genusses führt), gibt es den Bib Gourmand – das Zeichen für „good quality, good value cooking“. In Belgrad stechen besonders Iva New Balkan Cuisine und Bela Reka hervor. Iva ist ein Bistro, in dem die Rezepte „patriotisch“ sind, jedoch genau so modernisiert, dass Tradition frisch klingt. Michelin hebt insbesondere diese Idee klassischer Aromen in zeitgemäßer Form sowie die warme, unprätentiöse Atmosphäre hervor.

Bela Reka erzählt eine andere Geschichte: serbische Küche mit breiten Schultern, getragen von lokalen und regionalen Zutaten und einer klaren Verbindung zu den Produzenten (einschließlich der eigenen Farm). Ein Ort, an dem eine Portion kein Flüstern, sondern ein ganzer Satz ist und an dem „hausgemacht“ kein Vorwand, sondern ein Maßstab darstellt. Michelin nennt es in der Auswahl 2026 ausdrücklich als neuen Bib Gourmand in Belgrad.

Damit das Bild vollständig ist: In Serbien gehört auch Istok mit seiner markanten asiatischen Küche zur Bib Gourmand-Familie. Die Auswahl deckt somit modernen Balkan, üppige Tradition und den Fernen Osten ab – sowohl für Abende, an denen man „etwas Neues“ sucht, als auch für jene, an denen man „etwas Eigenes, aber in bester Form“ genießen möchte.

Bib Gourmand: ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis

Weitere zwanzig Michelin-Empfehlungen für eine sichere Wahl

Und nun der schönste Teil – die „anderen“, die alles andere als „nur andere“ sind. Es sind zwanzig Adressen, bei denen Michelin sagt: Hier isst man ausgesprochen gut. In Belgrad gehören dazu auch neue Zugänge wie Suvenir (auf einem Floß bzw. Hausboot, wo Tradition am Fluss serviert wird), das elegant-hotelhafte Prime, der bistronomische Charme von Puter sowie S5 by Angie und Restaurant 27 – alle fünf neu in der Auswahl.

Hinzu kommen bewährte Orte für jede Stimmung: kreative Erlebnisse für besondere Anlässe wie Homa und Salon 1905, das panoramische SkyLounge, der klassische Rhythmus von Legat 1903, die maritime Disziplin von Gušti mora, die urbane Präzision von The Square, zeitgemäßere Häppchen bei Pinòt, internationales Flair bei The Twenty Two, japanische Ordnung bei Ebisu, europäische Eleganz bei L’Adresse, italienische Leichtigkeit bei Comunale Caffè e Cucina sowie Belgrader Institutionen des guten Geschmacks wie Klub Književnika by Branko Kisić und Na Ćošku. Ergänzt durch Mezestoran Dvorište und Magellan ergibt sich eine schöne, verlässliche Karte: Wohin Sie auch gehen, es ist schwer, eine falsche Wahl zu treffen – und das ist, zugegeben, der schönste Luxus auf Reisen.

*Translation powered by AI

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